Prinzipien und Grundsätze unserer Arbeit

Der Stellenwert unserer pädagogischen Arbeit und des Freispiels im Tagesablauf.

Wir geben dem Freispiel in unserer Einrichtung einen hohen Stellenwert. Die Kinder haben hier die Möglichkeit, die Eindrücke ihres Umfeldes – z.B. im Rollenspiel – zu verarbeiten. Dabei können sie sich mit anderen Kindern messen und lernen, mit ihren eigenen Kräften umzugehen. Wir bieten im Freispiel Raum, um soziales Verhalten zu üben, Freundschaften zu schließen und zu pflegen, unterschiedliche Materialien und Spielmöglichkeiten kennen zu lernen, auszuprobieren, Phantasie und Sprache zu entwickeln. Während dieser Spielphase bilden sich ständig neue Gruppen. Das Finden der eigenen Stellung in der Gruppe stellt für das Kind eine große Herausforderung dar. Wir halten die Kinder dazu an, bestimmte Regeln des Miteinanders zu üben.
Zu einer gesunden körperlichen Entwicklung gehört das Spielen im Freien. Aus diesem Grund gehen wir bei fast jedem Wetter in den Garten, wo die Kinder ihren großen Bewegungsdrang ausleben können und die Möglichkeit besteht, mit Naturmaterialien zu experimentieren bzw. sie zu „untersuchen“.

Der Orientierungsplan des Niedersächsischen Kultusministeriums bildet zum einen die Grundlage für unsere gezielten, pädagogischen Bildungsangebote, und zum anderen für die situationsorientierten und experimentellen Aktivitäten. Beides hat in unserer Einrichtung einen festen Platz und eine pädagogische Berechtigung. In diesen Bildungsangeboten und Aktivitäten haben wir die Möglichkeit, Fähigkeiten, Stärken und Schwächen der Kinder zu erkennen und entsprechend auf sie einzugehen. Lerninhalte werden vermittelt und praktisch umgesetzt. Zur optimalen Förderung werden die Kinder einer Gruppe in der Regel in entwicklungs- und altersähnliche Kleingruppen aufgeteilt. Bei Feiern wie Geburtstag, Gottesdienst, Sommerfest etc. wird das Gemeinschaftsgefühl gefördert. Bestimmte Rituale und Wiederholungen geben dem Kind auch hier das Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit. Das Kind weiß z.B. genau, wie sein Geburtstag bei uns gefeiert wird.

 Zur Vorbereitung auf die Schule üben wir während der gesamten Kindergartenzeit die Konzentrationsfähigkeit und das soziale Verhalten.

In dem Jahr vor der Einschulung bieten wir den Kindern verstärkt die Möglichkeit, Wahrnehmungs- und Umwelterfahrungen zu sammeln. Hierzu gehört unter anderem die Vermittlung eines mathematischen Grundverständnisses sowie die Erweiterung des Sprachvermögens.
Durch den stetig steigenden Anteil an Migrationsfamilien, hat die Sprachförderung in den einzelnen Gruppen, sowie als immer wieder angebotenes Hausprojekt, einen besonderen Stellenwert.

Differenzierungsprobe. Ein halbes Jahr vor der Einschulung führen wir mit den zukünftigen Schulkindern die Differenzierungsprobe nach Breuer / Weuffen durch. Bei dieser Differenzierungsmethode werden Schwächen im Wahrnehmungsbereich deutlich, die für das spätere Lesen- und Schreiben lernen von zentraler Bedeutung sind. Durch einfache aber gezielte spielerische Förderung im Kindergarten und Elternhaus, können diese Auffälligkeiten bis zum Schuleintritt behoben werden.